Auch beim 7. VLN Lauf 2012, der als 6h Rennen ausgetragen wurde und als Saisonhöhepunkt der VLN Meisterschaft angesehen wird, brachte S-Pace Racing die beiden Audi TTS der Brüderpaare Löhnert und Wasel an den Start. Bei guten Witterungsbedingungen absolvierten beide Teams am Morgen ihre Trainingsrunden. Dabei lagen die Trainingszeiten der Klasse sehr eng zusammen. Lediglich der schnelle Scirocco des LMS Teams bildete da eine Ausnahme. Mit 8:47 lag er satte 9s vor dem zweitplatzierten Opel Astra der Fritsche Brüder, die an dem Tag von Nicole Müllenmeister unterstützt wurden. Jedoch zwischen diesem Team und dem 5. Platzierten lagen eben mal 2s. Den ´Wasel TTS´ , auf dem 5. Platz liegend (Traininszeit: 08:58.802), trennten eine Zehntel Sekunde vom 4. Platzierten zweiten Opel Astra des Kissling Teams. Die Brüder Markus und Roman Löhnert beendeten das Training mit einer Zeit von 9:05.44 auf dem 7. Platz. Der Trainingsverlauf versprach ein spannendes Rennen.
In den ersten Runden des Rennes hielten sich die Fahrer des S-Pace Teams an die Taktik, die schon beim 24h Rennen erfolgreich war. Nicht zu früh in den Spitzenkampf eingreifen, sondern immer Kontakt zur Spitze halten, aber nicht auf biegen und brechen! So umrundeten Startfahrer Matthias Wasel als 5. Platzierter die Nordschleife und Markus Löhnert folgte auf dem 8. Platz. Das hohe Tempo an der Spitze forderte schon früh Opfer. Und so lagen unsere beiden TTS nach dem ersten Boxenstopp auf den Plätzen 3 (Thomas Wasel) und auf Platz 5 (Roman Löhnert). Dieser Boxenstopp war wieder von der Extraklasse. Beide Renner, waren nur 30 Sekunden getrennt und wurden vom S-Pace Racing Team in Rekordzeit quasi gleichzeitig abgefertigt. Während die Konkurrenten durch Unfälle und technische Probleme in Schwierigkeiten kamen und zurück – oder ausfielen, drehten unsere Audi TTS Runde um Runde, mit der Präzision von bekannten schweizer Uhrwerken. Zur Mitte des Rennens wurde dann die Taktik umgestellt, um die verbliebene Konkurrenz unter Druck zu setzen. Matthias Wasel pushte einen Rennabschnitt lang und fuhr hier auch seine schnellste Rennrunde mit 9:01.371. Ähnlich machten es die Brüder Löhnert, wobei hier Markus der Fahrer mit den schnellen Rundenzeiten war. Dieser Zwischenspurt führte dazu, dass die Lücke zu den führenden Teams zusammen schmolz und sie in Fehler trieb. So konnte Thomas Wasel in der 25. Runde den 2. Platz in der Klasse übernehmen und Roman Löhnert wenig später den 3. Platz. Der Abstand zum führenden LMS Scirocco war allerdings schon auf ca. 5 Minuten angewachsen und unter normalen Rennbedingungen nicht mehr zu verkleinern. So übernahm für den letzten Abschnitt des Rennens Matthias Wasel den Audi TTS auf dem 2. Platz liegend, mit einem beruhigenden Zeitpolster von mehr als 3 Minuten auf den , jetzt von Markus Löhnert pilotierten 2. Audi TTS des S-Pace Racing Teams. Dieser lag wiederum ca. 30s vor dem 4. Platzierten Opel Astra des Kissling Teams. Fahrer Christian Schmitz blies zur Schlussattacke und knabberte in jeder Runde etwas von dem Zeitvorsprung den Markus Löhnert hatte, weg. In der letzten Runde hing Christian Schmitz dann Markus Löhnert im Heck und das Team war gespannt auf den Ausgang dieses Duells. Doch vorher kreuzte ein überglücklicher Matthias Wasel die Zielinie und schaffte zusammen mit seinem Bruder Thomas einen souveränen 2. Platz in der Klasse SP3T. Doch für das Team war das Rennen ja noch nicht zu Ende. Es fehlten noch die beiden Kämpfer um den 3. Gesamtrang. Das Team verbog sich an der Streckenbegrenzung bei Start und Ziel, um die Entscheidung mitzuerleben. Über Funk kam die Info von Markus Löhnert, dass die Angriffe auf der Döttinger Höhe abgewehrt worden sind. Doch in der Hohenrain Schikane hatte wohl Christian Schmitz mehr Tempo auf die Zielgerade mitgenommen und fing Markus kurz vor der Ziellinie ab ! Super spannender Rennausgang der dem Kissling Team eine 3. Platz bescherte, und das mit 2 Zehntelsekunden Vorsprung. Markus Löhnerts Fazit: ´Ärgerlich ja, aber es war eine ganz faire Auseinandersetzung während des Fights auf der letzten Runde´ und gratulierte dem Drittplatzierten sportlich.
Fazit von Teamchef Jochen Schruff :
Die akribische Vorbereitung unserer Rennfahrzeuge hat sich heute wieder ausgezahlt. Es gab bei beiden Rennern kein einziges technisches Problem und die Fahrer haben sich an unserer Langstreckentaktik gehalten. Das Team hat exzellente Arbeit bei der Vorbereitung der Rennfahrzeuge und bei den Boxenstopps geleistet. Ich ziehe meine ´Kappe´ und freue mich mit unseren Fahrern und dem Team über ein solches top Teamergebnis!
Nächster VLN Lauf: 25.08.2012 4h Rennen